Vitamin B2 – das Auge isst mit

Riboflavin - wichtig für Nerven, Energie und Augengesundheit Bild Bigstock, Foto: PeteerS - gute B2-Quellen sind VK-Brot, Ei und auch Fisch

Riboflavin oder auch Vitamin B2, gehört wie seine anderen Brüder aus dem Vitamin B-Komplex, zu den wasserlöslichen Vitalstoffen. Sie eint, dass sie sich vor allem um die Belange des Energiestoffwechsels und um die Nervengesundheit kümmern. Riboflavin ist essentiell, muss also über die Nahrung zugeführt werden. Fehlen adäquate Mengen des Vitamins, kann die Umwandlung von Fetten, Proteinen und Kohlenhydraten in tatsächlich brauchbare Energie nicht hinreichend stattfinden.

Das Auge reagiert empfindlich auf einen Mangel

Neben den vielfach erwähnten Wirkungen hat das lichtempfindliche Vitamin auch Auswirkungen auf die Augengesundheit. Riboflavin schützt nämlich spezielle Struktur-Proteine in der Linse. Fehlt es längerfristig, kommt es zu entsprechenden Eintrübungen.

Nicht nur Alkohol als Risiko-Faktor

Vitamin B2 wird mit einer recht ordentlichen Resorptions-Quote von meist etwa 60% über den Dünndarm aufgenommen – je mehr Gallensäuren zur Verfügung stehen, desto besser. Der Tagesbedarf von etwa 1,4 mg kann bereits durch zwei Scheiben Vollkornbrot plus ein Ei gedeckt werden, auch grünes Gemüse, Champignons und besonders Leber sind gute Quellen für das gelb-fluoreszierende Vitamin, das Urin die typisch leuchtende Farbe verleiht.
Tatsächlich kommt es bei uns relativ selten zu einem isolierten Vitamin B2-Mangel – zumeist sind noch weitere Fraktionen des B-Komplexes beteiligt. Doch gibt es Lebensstile und –Umstände, die eine Unterversorgung wahrscheinlicher machen. So ist der regelmäßig hohe Konsum von Alkohol ein echtes Problem, weil er dem Körper B-Vitamine raubt und zudem die Aufnahme über den Darm behindert. Ebenso können Verdauungsprobleme die Aufnahmerate verschlechtern und damit einen Mangel begünstigen.
Auch in Stressphasen, bei der Ausübung von Leistungssport oder in der Schwangerschaft haben wir einen erhöhten Riboflavin-Bedarf, der über die Nahrung dann nicht immer gedeckt wird.
Ein Mangel tritt meist subtil auf und dementsprechend fallen die damit einhergehenden Erscheinungen in der Regel uncharakteristisch aus. Analog des Wirkspektrums kommt es zu abnehmender Leistungsschwäche mit Müdigkeit, eventuell zur Infektanfälligkeit, aber auch zu rissigen Mundwinkeln und den erwähnten Problemen an der Augenlinse.

Eine Überdosierung über die Nahrung ist übrigens quasi ausgeschlossen, da ein Zuviel über die Nieren einfach wieder ausgeschieden und nicht im Körper gespeichert wird.
Zwar ist das Vitamin relativ hitzestabil, doch wird ein nicht unerheblicher Anteil beim Kochen in jedem Fall ans Wasser abgegeben. So die Möglichkeit besteht, verwendet man also dieses Kochwasser im Idealfall mit.

 

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